Dies ist der Blog zu meinem Auslandsjahr in den USA. Von September 2014 bis Mai 2015 lebe ich in "The Gunnery", einem Internat in Connecticut. Ich habe mir vorgenommen euch hier, mehr oder weniger regelmäßig, von meinem Leben in den USA zu berichten.

Dienstag, 27. Januar 2015

Blizzard "Juno"

Wie anscheinend auch in Deutschland bekannt ist, war für diese Tage ein schwerer Schneesturm hier in New England angekündigt worden. Highways wurden über die letzte Nacht gesperrt und man sollte nach Möglichkeit das Haus nicht verlassen. In vielen Schulen wurde heute, Dienstag, nicht unterrichtet, da mehrere Fuß Schnee fallen sollten und die Gefahr bestand, dass der Strom ausfällt.

Natürlich haben wir hier auch alle auf einen schulfreien Tag spekuliert. Aufgrund von Glatteis auf den Straßen sind die Day Students, die nur Tagsüber hier sind, an einigen Tagen schon nicht zur Schule gekommen. Am Sonntag Abend hatte unser Schulleiter dann seinen ganz eigenen Weg, um über das heutige geschehen zu entscheiden. Er übernahm die Idee eines befreundeten Schulleiters, und twitterte, dass wir bei 1850 retweets (unsere Schule wurde 1850 gegründet) am Dienstag freibekämen. Die Zeit die er uns dafür gab (bis 13 Uhr am darauf folgenden Tag), brauchten wir bei weitem nicht. Jeder forderte all seine Freunde und Verwandten auf, den Tweet zu retweeten, und innerhalb von knapp zwei Stunden hatten wir 300 Schüler es geschafft, dass der Post 1850 mal geteilt wurde!
 
 
Gestern fing es dann tatsächlich auch schon relativ früh an windig zu werden und zu schneien. Viele Day Students verließen die Schule schon früher und auch einige Boarder verließen die Schule. Abends gab es dann anstatt der üblichen Study Hall, während der wir Hausaufgaben machen müssen, zum zweiten mal in der Schulgeschichte ein Eishockeyspiel zwischen einem wild zusammengewürfelten Lehrerteam und der ersten Mädchenmannschaft. Das war sehr unterhaltsam für uns alle, denn das Lehrerteam bestand sowohl aus Hockeytrainern, die entsprechend gut waren, und Lehrern, die kaum Schlittschuhlaufen konnten.
 
Letztendlich hat es zwar viel geschneit, aber von mehreren Fuß kann nicht die Rede sein. Auch richtig stürmisch ist es nicht geworden, und den Strom haben wir bis jetzt zum Glück auch nicht verloren. Der Schneesturm war bis Mittwoch morgen vorhergesagt, von daher kommt vielleicht noch ein bisschen was. In New York wurde allerdings schon Entwarnung gegeben, und wir erwarten hier eigentlich auch nichts mehr. Dennoch haben wir unseren freien Tag mit schlafen, snowboarden, Schlittenfahren, Footballspiel im Schnee und Basketballtraining genossen!



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