Erst einmal kann ich gleich vorweg sagen, dass ich hier gerade eine tolle, einzigartige Zeit habe. Ich fühle mich in The Gunnery sehr, sehr wohl und bin unendlich glücklich, dass ich mich für diese Schule entschieden habe.
Die kleine Schulgemeinschaft von nur etwas mehr als 300 Schülern führt dazu jeder auf dem Campus jeden kennt, inzwischen kenne ich sogar die Namen der Mitarbeiter, die uns das Essen ausgeben, und sie grüßen mich auch mit Namen zurück. Während wir uns zu Anfang immer fest zu den Mahlzeiten verabredet haben, aus Angst keinen Tisch mit Freunden vorzufinden, ist das inzwischen nicht mehr nötig. Man kennt einfach so viele Leute so gut, dass man, wann immer man in die Dining Hall kommt, mindestens einen, meistens sehr viel mehr, Tische mit Freunden findet. Das gleiche gilt für das Student Center, die Common Rooms usw. Wenn man mal alleine ist, was selten vorkommt, findet man dort immer Freunde. Sich einsam zu fühlen ist fast unmöglich.
Dadurch, dass in vielen Fächern Schüler unterschiedlicher Jahrgänge sind, und auch Sport jahrgangsübergreifend ist, hat man Freunde in allen Jahrgangsstufen. Ich habe zum Beispiel viele Freunde, die in der 11. Klasse sind, aber auch einige aus der neunten Klasse. Viele haben auch eine Klasse wiederholt, als sie auf The Gunnery gekommen sind, was auch dazu führt, dass man wirklich nicht nur mit seinem eigenen Jahrgang zu tun hat.
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| Unser Schulfoto mit allen Schülern und Lehrern |
Inzwischen wird es hier leider immer kälter und regnerischer. Solange es aber nicht stürmt oder gewittert gehen wir immer raus auf das Wasser. Natürlich ist das Training dadurch im Moment härter, auch weil der Wind das Rudern sehr viel schwieriger macht. Dennoch macht das Training immer noch Spaß!
Inzwischen haben wir uns in zwei Vier-Mann-Boote aufgeteilt, was mir sehr viel besser gefällt als der Achter! Uns stehen nur noch ein oder zwei Regatten bevor, trainieren werden wir trotzdem noch bis Ende November.
Auch mit der Jazz Band habe ich sehr viel Spaß. Die anderen Bandmitglieder sind wirklich unglaublich gute Musiker und die Stücke die wir spielen sind auch super. Wir gehen manchmal, wenn Jazz Band gleich unser erstes Fach ist, in ein Café in der Nähe und Frühstücken dort gemeinsam.
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Auch die Lehrer sind, bis auf sehr wenige Ausnahmen, sehr nett. Es ist auffallend, dass wir viele sehr junge Lehrer haben. Ich schätze, dass über die Hälfte der Lehrer zwischen 23 und 40 Jahre alt sind!
Wir haben auch viele Lehrer, die mit ihrer Familie auf dem Campus leben. Alleine in meinem Dorm leben zwei Familien mit insgesamt 4 Kinder, die zwischen 8 Monate und 6 Jahre alt sind. Auch Hunde und Katzen sieht man, dank der vielen Lehrer, die auf dem Campus leben, viele.
Ich habe mich inzwischen an den Alltag im Internat gewöhnt. Ich finde ihn nicht mehr ganz so stressig. Und, obwohl ich dieses Wochenende ohne irgendwelchem Programm sehr genossen habe, freue ich mich jetzt doch sehr darauf, gleich wieder zu The Gunnery zu fahren und ab morgen den Alltag dort wieder zu haben.


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