Klassen
Das ganze Klassensystem ist in den USA anders als in Deutschland. Man bleibt nicht für jedes Fach mit den gleichen Leuten im gleichen Klassenzimmer, sondern wechselt für jedes Fach in den Klassenraum des Lehrers! Außerdem gibt es keine festen Klassen, in jedem Fach ist die Klasse neu zusammen gesetzt. Das führt dazu, dass man zu sehr viel mehr Schülern während der Schulzeit kontakt hat.
SmartBoards
Die Klassen hier an The Gunnery sind ziemlich klein, in meinen Klassen sind wir immer nur 10 bis 15 Schüler! Das führt dazu, dass es sofort auffällt, wenn sich jemand nicht am Unterricht beteiligt!
In allen Klassenräumen gibt es SmartBoards, die von den Lehrern ganz unterschiedlich genutzt werden: Während meine Geschichtslehrerin ihren Unterricht oft mit einer PowerPoint Präsentation leitet oder kurze Dokumentationen zu einem bestimmten Thema zeigt, nutzen wir das SmartBoard in Physik über eine angeschlossene Kamera wie ein Overhead Projektor. In Spanisch schreibt meine Lehrerin alles Wichtige handschriftliche auf ein Dokument, anstatt an die Tafel, und postet es später auf Haiku. In Mathe können wir einen unserer Tahenrechner, die auch Graphen anzeigen können, an das SmartBoard anschließen, um unsere Ergebnisse zu vergleichen.
Tests und Noten
Die Noten, die wir für Hausaufgaben, Tests oder Arbeiten gekriegt haben, werden von den Lehrern auch auf Haiku gepostet, so dass man recht gut einschätzen kann, wie man gerade so dasteht. Ich musste leider feststellen, dass man hier sehr viel mehr Tests schreibt als in Deutschland. In Mathe und Spanisch habe ich jede Woche einen Test, in Englisch oft sogar zwei! Benotet wird in den USA normalerweise mit Buchstaben, an dieser Schule bekommen wir allerdings Gunnery Grades, die von 1 bis 8 gehen, wobei 8 die beste Note ist. Da jede Note nur einem Raum von 5 Prozent der Gesamtpunktzahl entspricht (eine 8 gibt es bei 95-100%, eine 7 bei 90-95% usw.) bekommt man schon bei weniger als 60% der Gesamtpunktzahl eine 0, und eine 8 ist sehr viel mehr Wert als eine 1 in Deutschland!
Nachhilfe
Viele Lehrer bieten einem Nachhilfe an. So kann man sich bspw. für eine Hälfte der Study Hall (die Zeit in der wir Hausaufgaben machen müssen) oder eine Freistunde mit dem Lehrer verabreden. Gerade in Mathe oder Naturwissenschaften, aber auch in Englisch wird das viel genutzt! Da man allerdings Nachhilfe nur von dem Lehrer bekommen kann, der einem in dem entsprechenden Fach unterrichtet, ist es besonders wichtig einen guten Draht zu den Lehrern zu behalten, denn ansonsten ist Nachhilfe nehmen keine angenehme Option! Wenn man einfach nur eine Frage zu einer Hausaufgabe hat oder beim Lernen für einen Test etwas nicht versteht, kann man seinem Lehrer auch einfach per Email etwas fragen oder ihn, wenn man ihn irgendwo auf dem Campus sieht, einfach ansprechen.
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