Dies ist der Blog zu meinem Auslandsjahr in den USA. Von September 2014 bis Mai 2015 lebe ich in "The Gunnery", einem Internat in Connecticut. Ich habe mir vorgenommen euch hier, mehr oder weniger regelmäßig, von meinem Leben in den USA zu berichten.

Mittwoch, 17. September 2014

Computer und Internet

Obwohl The Gunnery, im vergleich zu anderen Internaten in New England, recht klein und (angeblich) nicht ganz so gut ausgerüstet ist (kann ich keineswegs bestätigen), werden Computer und  Internet enorm gut genutzt.
Das beginnt schon damit, dass jeder Schüler und Lehrer eine eigene Email-Adresse bekommt, die sich, bei Schülern, aus dem Abschlussjahr, dem Nachnamen und dem ersten Buchstaben des Vornamen zusammensetzt. So ist bspw. meine Emailadresse 17DieselhorstT@gunnery.org! Das führt dazu, dass es sehr einfach ist gerade außerhalb der Schulzeit Kontakt zu bspw. einem Lehrer zu suchen. Tatsächlich fordern uns die Lehrer sogar auf, ihnen bei Fragen zu den Hausaufgaben oder einem anstehenden Test zu mailen. Durch die einheitlichen Email-Adressen und einem guten Webmailer von Microsoft, kann man nur mit Hilfe des Vor- oder Nachnamens jeden in der Schule kontaktieren. Aber auch Ankündigungen für die ganze Schule oder die Mannschaft werden per Email versendet.
Die Schule verwendet allerdings auch vor allem zwei weitere Websites. Die erste ist "GunnNet", und wurde extra für diese Schule programmiert. Sie ist sehr schlicht, erfüllt aber ihren Zweck: Möchte man unter der Woche oder am Wochenende den Campus verlassen, muss man sich zuvor auf GunnNet abmelden. Je nach dem was man vorhat, muss man noch zusätzlich einen Lehrer aufsuchen. Aber durch das Formular, dass man auf GunnNet ausfüllt, kann jeder Lehrer sehen, ob man sich auf dem Campus befindet, oder, wenn nicht, wo man ist und wann man wiederkommt. Auch für die von der Schule organisierten Aktivitäten am Wochenende, wie bspw. Shopping-Trips und Kinobesuche, kann man sich auf GunnNet anmelden. Ebenso kann man seine evtl. Anzahl an Disziplinar-Punkten (nicht gut) aufrufen.
 Die andere, viel genutzte Website nennt sich "Haiku". Auf Haiku können die Lehrer Seiten für ihre Klassen einrichten, auf denen sie bspw. Links Onlinewörterbüchern oder wichtigen Artikeln teilen können. Aber auch die Hausaufgaben können auf Haiku in den Kalender gepostet werden, so dass jeder Schüler in seinem Kalender die Hausaufgaben für den nächsten Tag finden kann. Natürlich nutzen nicht alle Lehrer Haiku gleich viel. Allerdings wurden sie vor Schulbeginn so gut geschult, dass alle wissen wie Haiku funktioniert. Nur einer meiner Lehrer weigert sich, sämtliche Hausaufgaben auf Haiku zu teilen. Dennoch nutzt er Haiku für andere Zwecke. Da viele ihre Hausaufgaben auch am Computer machen, ist es sogar manchmal möglich den Lehrern die Hausaufgabe direkt über Haiku zuzuschicken. Und sogar Zwischennoten werden den Schülern im Verlaufe des Schuljahres angezeigt!
Einige Schüler machen sich sogar während des Unterrichts lieber Notizen am Laptop, als mit der Hand! So weit bin ich allerdings noch nicht gegangen.
Falls man keinen eigenen Laptop hat, kann man jeder Zeit einen der Schulcomputer im "Computer-Lab" nutzen. Auch Drucker stellt sie Schule zur Verfügung - man muss das Dokument nur per Email an eine bestimmte Adresse senden und anschließend am Drucker in der Bibliothek einen Code eingeben.
Vielleicht sollte ich hier auch noch erwähnen, dass es in allen Gebäuden auf dem Campus WiFi gibt!

Das in jedem Klassenraum ein SmartBoard hängt ist für mich nichts neues. Allerdings werden diese hier sehr viel effektiver genutzt, als in meiner Schule in Deutschland. Extremstes Beispiel ist mein Physiklehrer, zu dem ich allerdings sagen muss, dass er völlig Technik-Verrückt ist:
Er hat in seiner letzten Stunde jedem eine Art Fernbedienung gegeben, die irgendwie mit dem SmartBoard verbunden war. Nachdem sich jeder Schüler auf seiner Fernbedienung mit einem Code angemeldet hatte, haben wir einen Multiple-Choice-Test "geschrieben": Ein Programm auf dem SmartBoard hat uns die Fragen und Antwortmöglichkeiten angezeigt, und wir mussten nur den entsprechenden Buchstaben auf unserer Fernbedienung drücken. Am SmartBoard konnte man dann erkennen, ob jeder geantwortet hatte, bevor es zur nächsten Frage weiter ging. Am Ende des Tests konnte jeder sofort sein Ergebnis auf seiner Fernbedienung abrufen, und am SmartBoard wurden noch zusätzliche Statistiken angezeigt.
Soweit ich weiß ist das auch für diese Schule ungewöhnlich. Dennoch wird das SmartBoard (auch anders) effektiv genutzt!

2 Kommentare:

  1. Lieber Toto,

    ich bin sehr erleichtert, dass Du Dir noch keine "Discipline"-Punkte eingefangen hast. Mich verwundert aber, dass Du auch noch keine "Character"-Punkte hast - was muss man den dafür machen ?

    Liebe Grüße über den Teich

    Dein Paps

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  2. Wie man positive Punkte bekommt habe ich auch noch nicht verstanden, allerdings wurden solche Punkte glaube ich auch noch nicht vergeben... Ich weiß nur, dass man zu einem bestimmten Zeitpunkt irgendwelche Punkte von den Lehrern bekommt. Was das ist werde ich ja dann feststellen!

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